Der erste Monat des neuen Jahres ist schon fast um und endlich schaffe ich es, euch von unseren Ferien in Las Vegas und unserem Ausflug letztes Wochenende nach Monterey zu erzählen!
Wie viele von euch schon wissen, waren Neo und ich zwischen Weihachten und Neujahr in Las Vegas. Ich war 2015 und 2016 schon in Vegas, für Neo war es der erste Besuch.
Vegas war, wie ich es in Erinnerung hatte: Irgendwie verrückt und ein bisschen zu blinky. Trotz des überraschend kalten Wetters hatte es viele Touristen und die Casinos waren besonders abends ziemlich voll. Wir waren nur einmal im Casino zum "Gambeln", was ziemlich Spass gemacht hat. Obwohl wir nichts gewonnen haben, war der Adrenalinschub aufregend, den wir am Black Jack-Tisch gekriegt haben. Manchmal lief das Spiel so schnell, dass wir als Anfänger kaum mitkamen. Eine Zeit lang waren wir sogar im Plus, haben am Schluss dann aber doch alles verloren, wie das ja zu erwarten war. ;-)
Was ich aber viel toller fand, als das Sightseeing und den Casinobesuch in Las Vegas, waren unsere Tagesausflüge. Wir haben einen Tag im Death Valley verbracht, das ich bis dahin nur im Hochsommer gekannt hatte. Aber auch im Dezember ist es auf jeden Fall einen Besuch wert und es "reute" uns fast ein bisschen, dass wir nur kurz da sein konnten und nicht mehr vom Park zu sehen gekriegt haben.
Am nächsten Tag waren wir dann am Grand Canyon West Rim. Auf dem Weg dorthin lag ein kleines bisschen Schnee und die Landschaft sah einfach traumhaft aus. Beim Grand Canyon selbst war es dann eisig kalt und sehr windig und wir waren froh, dass wir uns so warm angezogen hatten. Ich fand es besonders beeindruckend, wie es aussieht, wenn man ein paar Schritte vom Rand des Canyons weggeht und die Weiten des Flachlandes sieht - und wie sich dann am Canyon plötzlich die Erde auftut und es hunderte von Metern in die Tiefe geht. Auf der Rückfahrt nach Vegas haben wir noch einen kurzen Zwischenhalt beim Hoover Dam gemacht. Leider war es aber schon stockdunkel, sodass man nicht viel sehen konnte.
An unserem letzten Abend in Las Vegas waren wir im Cirque du Soleil und haben die Show "O" gesehen. Die Mischung aus Akrobatik und Wasser war echt toll und es ist nur zu empfehlen, eine Cirque du Soleil Show zu buchen, wenn man in Las Vegas ist.
Aber trotz dieser tollen Reise fand ich es schwierig, wieder aus meinem Dezemberloch herauszukommen. Ich war sehr unzufrieden, wusste aber nicht genau, weshalb. Irgendwann bin ich dann zu dem Schluss gekommen, dass ich zu wenig für mich selbst mache. Seit meinem Umzug hierher hat sich alles nur darum gedreht, sich hier einzurichten und sich ans Zusammenwohnen mit einem Partner zu gewöhnen. Wer mich kennt, weiss aber, dass ich sehr unternehmungslustig bin und gerne mit Freunden etwas unternehme. Das ist in den ersten Monaten hier auf der Strecke geblieben. Neo und ich waren viel zu Hause und wenn wir irgendwo hin sind, dann war das meisten nur zu zweit. Ich habe gemerkt, dass mir der Austausch mit anderen Leuten fehlt und ich mir nun endlich auch ein paar eigene Freunde suchen sollte. ;-)
Nachdem ich das realisiert hatte, ging es mir schon viel besser. Und gibt es einen besseren Zeitpunkt, sich Veränderung vorzunehmen, als zum Beginn eines neuen Jahres? :-D Spass beiseite, ich habe in den ersten Wochen des neuen Jahres tatsächlich schon einiges in Angriff genommen. Ich habe mehr mit Freunden/Arbeitskollegen unternommen. War nach der Schule noch was trinken oder mit einer Kollegin, die Künstlerin ist, in San Francisco in einer Galerie. Ich versuche, möglichst viele der Angebote in unserer Kollegen-Gruppe wahrzunehmen, wenn jemand einen Ausflug oder einen gemütlichen Abend vorschlägt. Manchmal gehe ich alleine hin, manchmal kommt Neo mit. Und es tut wirklich gut, das Gefühl zu haben, man hat auch eigene Freunde und nicht nur die, die man durch seinen Partner kennenlernt.
Im Zuge dieser Veränderung waren Neo und ich dann über das Martin Luther King Jr. Wochenende mit ein paar von meinen Kollegen in Monterey. Es war einfach toll und es hat Spass gemacht, mal wieder in einer grösseren Gruppe unterwegs zu sein. Wir waren wandern und haben abends in unserem Motel Kartenspiele gespielt. Ausserdem waren wir auf einer Whale-Watching Schifffahrt, die uns allen super gefallen hat.
Ich werde gleich noch ein paar Fotos mit euch teilen. Wenn ich die Fotos auf meinem Handy so anschaue und daran zurückdenke, was in letzter Zeit alles passiert ist, kann ich kaum glauben, dass ich erst gut 5 Monate hier bin. Es fühlt sich viel länger an, weil ich schon so vieles erleben durfte!
Ich wünsche euch allen ein erfolgreiches neues Jahr und freue mich schon darauf, euch bald wieder von meinem Leben hier berichten zu dürfen.
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Las Vegas: Der berühmte Springbrunnen vor dem Bellagio
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| Las Vegas: Im Caesars Palace |
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| Auch auf dem Weg ins Death Valley lag Schnee! |
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| Die eindrücklichen Felsformationen im Death Valley |
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Wir waren bis nach Sonnenuntergang im Death Valley!
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| Auf dem Weg zum Grand Canyon kommt man am Lake Mead vorbei, dem Stausee, der vom Hoover Dam gehalten wird. |
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| Noch mehr Schnee! |
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| Die Weiten, auf denen vor langer Zeit die Native Americans gelebt haben... |
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| ...und der Grand Canyon. Heute ist das Gebiet am West Rim des Canyons ein Reservat. Der Tourismus hier wird von den Native Americans ("Indianern") betrieben. |
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| Point Lobos in Monterey: Hier kann man schön wandern und sieht viele wilde Tiere... |
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| ...wer sieht die Robbe? Sie tarnt sich gut. ;-) |
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| Whale Watching: Leider konnte ich keine guten Fotos von den Walen machen, weil sie zu weit weg waren. Aber eine ganze Gruppe von Delfinen kam nahe an unser Boot heran und schwamm eine Weile mit uns mit! |
Ahhh! Fernweh... !!!
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