Wie im letzten Blogeintrag versprochen, möchte ich euch heute ein bisschen etwas über unseren Road Trip nach Santa Barbara erzählen.
An Thanksgiving, einem Donnerstag, sind wir morgens losgefahren. Und wie das so ist, wenn man eigentlich einen fixen Zeitplan hat, zeigte unser neu erstandenes Auto an, dass wir "low tire pressure" haben. Also mussten wir zuerst herausfinden, wie wir Luft in unseren linken Vorderpneu bringen - an einem Tag, wo niemand arbeitet und alles zu ist. Mit Hilfe von Google und einem netten Herren, der an der Tankstelle gerade sein Auto tankte, waren wir schlussendlich erfolgreich und konnten unsere Reise mit einer Stunde Verspätung antreten.
Wir fuhren direkt zur Küste, da wir den Highway 1 in Richtung Süden nehmen wollten. Zwar ist diese Strecke wesentlich langsamer als die normale Autobahn in einiger Entfernung von der Küste, aber auch viel schöner zu fahren. Zu Beginn schien noch die Sonne, sodasss wir oft anhielten, um die Aussicht zu bestaunen und ein paar Fotos zu machen. Ausserdem hielten wir in Monterey, um in einem Restaurant etwas zu essen. Dort gab es ein spezielles Thanksgiving-Menu mit Truthahn, das sehr lecker war. Danach fuhren wir noch den 17 Mile Drive in Monterey, eine sehr schöne Strecke, da vor über 100 Jahren von reichen Amerikanern mit Pferdekutsche zurückgelegt wurde und ein begehrtes Urlaubsziel war.
Gegen Abend begann es dann zu regnen. Die letzte Stunde Autofahrt war anstrengend, da der Highway 1 einspurig ist und der Regen die Sicht sehr verschlechterte. So kamen wir erst nach 18.00 Uhr in Moro Bay an, wo wir ein Motelzimmer reserviert hatten. Nach einigen Schwierigkeiten fanden wir noch ein Restaurant, das offen hatte und wo wir noch etwas Kleines essen und trinken konnten. Leider hatte unser Motelzimmer keine Heizung, was den Aufenthalt Ende November ein wenig ungemütlich machte. ;-)
Am Freitagmorgen fuhren wir weiter in Richtung Santa Barbara. Unterwegs assen wir ein typisch amerikanisches Frühstück. Nach nur etwa 2 Stunden Fahrt kamen wir dann in Santa Barbara an. Dort bezogen wir direkt unser AirBnB und machten uns auf zum Pier.
Die Sonne schien und wir genossen die schöne Stimmung am Meer. Es war relativ kalt und winding, was uns aber nichts ausmachte. Wir gingen anschliessend zum Tourist Information Center und liessen uns erklären, wo man gut Wein degustieren kann. Wegen des Klimas ins Santa Barbara nämlich bekannt für guten Wein.
Nach einem kurzen Abstecher in unser AirBnB, machten wir uns abends noch einmal auf in die Innenstadt. Wir gingen Wein degustieren und hatten danach ein gutes Znacht in einem italienischen Restaurant.
Am Samstag regnete es leider. Am Morgen trafen wir uns mit einem meiner Arbeitskollegen, der die letzten Tage in Los Angeles verbracht hatte und jetzt auf der Heimfahrt in Santa Barbara Halt machte. Nach einem Bruch gingen Neo und ich zum Rathaus, dessen Turm einen schönen Ausblick auf die ganze Stadt hat und später waren wir noch im historischen Museum der Stadt.
Santa Barbara ist eine von den Spaniern gegründete Siedlung, die zunächst als Missionsstützpunkt agierte. An der kalifornischen Küste gab es unzählige solcher "settlements", aus denen im Laufe der Zeit grössere und kleinere Städte entstanden sind. Einige Beispiele dafür sind Los Angeles, San Diego, San Jose und San Francisco. Diese Stützpunkte waren jeweils etwa 45 Kilometer voneinander entfernt, was einer Tagesreise zu Pferd entsprach und waren zur Missionierung der Einheimischen gedacht.
Nach einem grossen Erdbeben zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Santa Barbara grosse Bemühungen, die Architektur der Stadt so zu erhalten respektive wieder aufzubauen, dass sie den historischen Hintergrund der Stadt widerspiegelt. Deswegen ist Santa Barbara eine architektonisch besonders spannende und schöne kleine Stadt.
Am Sonntag sind wir dann wieder zurück nach Hause gefahren. Die Fahrt hat im Ganzen beinahe 8 Stunden gedauert, obwohl wir die Inlandstrasse genommen haben. Auf einem Teil der Strecke gab es viel Verkehr und als wir wieder zurück in der Bay Area waren, war der Regen so stark, dass wir nicht so schnell wie erhofft vorwärts kamen. Dennoch waren wir um etwa 19.00 Uhr wieder zu Hause.
Seither haben wir noch einige andere interessante und tolle Dinge erlebt und unternommen. Ich war einige Male mit Neo im Facebook Office (wo ich auch jetzt gerade diesen Beitrag schreibe), was immer immer sehr aufregend ist. Wir waren in einem Vergnügungspark, der America`s Greatest heisst und während der Vorweihnachtszeit ganz toll dekoriert ist. Letztes Wochenende waren wir auf einem deutschen Weihnachtsmarkt in Mountain View. Und wir durften die verrückte Weihnachtsbeleuchtung in einer speziellen Strasse unseres Nachbarortes bewundern. Dort verpflichten sich die Anwohner wenn sie einziehen, ihre Häuser weihnachtlich zu dekorieren! Übermorgen fliegen Neo und ich dann nach Las Vegas, wo wir die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verbringen werden.
Wenn ich das alles so auf- und erzähle, klingt es sehr aufregend und toll. Und das ist es im Grunde genommen auch. Dennoch bin ich gerade in einem kleinen Tief. Woran das genau liegt, weiss ich nicht. Vielleicht ist es das Wetter, das nun auch hier kälter und grauer geworden ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Weihnachtszeit dieses Jahr nicht mit meiner Familie verbringen werde. Oder daran, dass ich seit ein paar Wochen ziemliches Heimweh habe. Was auch immer es ist, ich hoffe, dass es bald vorbeigeht. Denn ich habe in meinem Leben so vieles, wofür ich dankbar sein kann. Und es ist einfach unglaublich, an einem so spannenden Ort wie dem Silicon Valley leben zu dürfen!
In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich wünsche euch, dass ihr diese Tage mit euren "loved ones" verbringen könnt und viel Dankbarkeit verspürt für all das Schöne in eurem Leben.
Bis nächstes Jahr, eure Rahel :-)
An Thanksgiving, einem Donnerstag, sind wir morgens losgefahren. Und wie das so ist, wenn man eigentlich einen fixen Zeitplan hat, zeigte unser neu erstandenes Auto an, dass wir "low tire pressure" haben. Also mussten wir zuerst herausfinden, wie wir Luft in unseren linken Vorderpneu bringen - an einem Tag, wo niemand arbeitet und alles zu ist. Mit Hilfe von Google und einem netten Herren, der an der Tankstelle gerade sein Auto tankte, waren wir schlussendlich erfolgreich und konnten unsere Reise mit einer Stunde Verspätung antreten.
Wir fuhren direkt zur Küste, da wir den Highway 1 in Richtung Süden nehmen wollten. Zwar ist diese Strecke wesentlich langsamer als die normale Autobahn in einiger Entfernung von der Küste, aber auch viel schöner zu fahren. Zu Beginn schien noch die Sonne, sodasss wir oft anhielten, um die Aussicht zu bestaunen und ein paar Fotos zu machen. Ausserdem hielten wir in Monterey, um in einem Restaurant etwas zu essen. Dort gab es ein spezielles Thanksgiving-Menu mit Truthahn, das sehr lecker war. Danach fuhren wir noch den 17 Mile Drive in Monterey, eine sehr schöne Strecke, da vor über 100 Jahren von reichen Amerikanern mit Pferdekutsche zurückgelegt wurde und ein begehrtes Urlaubsziel war.
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| Unser ersten Halt entlang des Highway 1 |
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| Auf dem 17 Mile Drive |
Gegen Abend begann es dann zu regnen. Die letzte Stunde Autofahrt war anstrengend, da der Highway 1 einspurig ist und der Regen die Sicht sehr verschlechterte. So kamen wir erst nach 18.00 Uhr in Moro Bay an, wo wir ein Motelzimmer reserviert hatten. Nach einigen Schwierigkeiten fanden wir noch ein Restaurant, das offen hatte und wo wir noch etwas Kleines essen und trinken konnten. Leider hatte unser Motelzimmer keine Heizung, was den Aufenthalt Ende November ein wenig ungemütlich machte. ;-)
Am Freitagmorgen fuhren wir weiter in Richtung Santa Barbara. Unterwegs assen wir ein typisch amerikanisches Frühstück. Nach nur etwa 2 Stunden Fahrt kamen wir dann in Santa Barbara an. Dort bezogen wir direkt unser AirBnB und machten uns auf zum Pier.
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| Sicht von Santa Barbara Pier auf die Küste |
Die Sonne schien und wir genossen die schöne Stimmung am Meer. Es war relativ kalt und winding, was uns aber nichts ausmachte. Wir gingen anschliessend zum Tourist Information Center und liessen uns erklären, wo man gut Wein degustieren kann. Wegen des Klimas ins Santa Barbara nämlich bekannt für guten Wein.
Nach einem kurzen Abstecher in unser AirBnB, machten wir uns abends noch einmal auf in die Innenstadt. Wir gingen Wein degustieren und hatten danach ein gutes Znacht in einem italienischen Restaurant.
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| Ohne Worte ;-) |
Am Samstag regnete es leider. Am Morgen trafen wir uns mit einem meiner Arbeitskollegen, der die letzten Tage in Los Angeles verbracht hatte und jetzt auf der Heimfahrt in Santa Barbara Halt machte. Nach einem Bruch gingen Neo und ich zum Rathaus, dessen Turm einen schönen Ausblick auf die ganze Stadt hat und später waren wir noch im historischen Museum der Stadt.
Santa Barbara ist eine von den Spaniern gegründete Siedlung, die zunächst als Missionsstützpunkt agierte. An der kalifornischen Küste gab es unzählige solcher "settlements", aus denen im Laufe der Zeit grössere und kleinere Städte entstanden sind. Einige Beispiele dafür sind Los Angeles, San Diego, San Jose und San Francisco. Diese Stützpunkte waren jeweils etwa 45 Kilometer voneinander entfernt, was einer Tagesreise zu Pferd entsprach und waren zur Missionierung der Einheimischen gedacht.
Nach einem grossen Erdbeben zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Santa Barbara grosse Bemühungen, die Architektur der Stadt so zu erhalten respektive wieder aufzubauen, dass sie den historischen Hintergrund der Stadt widerspiegelt. Deswegen ist Santa Barbara eine architektonisch besonders spannende und schöne kleine Stadt.
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| Man sieht, dass viele Häuser in der Altstadt und in der Nähe des Piers nach den für die spanischen Missionare typischen architektonischen Merkmalen gebaut sind. |
Am Sonntag sind wir dann wieder zurück nach Hause gefahren. Die Fahrt hat im Ganzen beinahe 8 Stunden gedauert, obwohl wir die Inlandstrasse genommen haben. Auf einem Teil der Strecke gab es viel Verkehr und als wir wieder zurück in der Bay Area waren, war der Regen so stark, dass wir nicht so schnell wie erhofft vorwärts kamen. Dennoch waren wir um etwa 19.00 Uhr wieder zu Hause.
Seither haben wir noch einige andere interessante und tolle Dinge erlebt und unternommen. Ich war einige Male mit Neo im Facebook Office (wo ich auch jetzt gerade diesen Beitrag schreibe), was immer immer sehr aufregend ist. Wir waren in einem Vergnügungspark, der America`s Greatest heisst und während der Vorweihnachtszeit ganz toll dekoriert ist. Letztes Wochenende waren wir auf einem deutschen Weihnachtsmarkt in Mountain View. Und wir durften die verrückte Weihnachtsbeleuchtung in einer speziellen Strasse unseres Nachbarortes bewundern. Dort verpflichten sich die Anwohner wenn sie einziehen, ihre Häuser weihnachtlich zu dekorieren! Übermorgen fliegen Neo und ich dann nach Las Vegas, wo wir die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr verbringen werden.
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| Einige Dekorationen waren noch mehr oder weniger moderat... |
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| ...andere entsprachen weniger meinem Geschmack. Merry Christmas! ;-) |
Wenn ich das alles so auf- und erzähle, klingt es sehr aufregend und toll. Und das ist es im Grunde genommen auch. Dennoch bin ich gerade in einem kleinen Tief. Woran das genau liegt, weiss ich nicht. Vielleicht ist es das Wetter, das nun auch hier kälter und grauer geworden ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Weihnachtszeit dieses Jahr nicht mit meiner Familie verbringen werde. Oder daran, dass ich seit ein paar Wochen ziemliches Heimweh habe. Was auch immer es ist, ich hoffe, dass es bald vorbeigeht. Denn ich habe in meinem Leben so vieles, wofür ich dankbar sein kann. Und es ist einfach unglaublich, an einem so spannenden Ort wie dem Silicon Valley leben zu dürfen!
In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich wünsche euch, dass ihr diese Tage mit euren "loved ones" verbringen könnt und viel Dankbarkeit verspürt für all das Schöne in eurem Leben.
Bis nächstes Jahr, eure Rahel :-)







Danke für den Bericht, den ich erst heute lese... Auch Dir und Euch ein gutes Neues Jahr und geniesst einfach die Zeit, die Ihr zusammen habt und das Leben, das Ihr führen dürft.
AntwortenLöschenDanke Vroni, das machen wir! Ich hoffe, ihr konntet auch gut ins Jahr 2020 starten.
LöschenHab grad fernweh, wenn ich diese Fotos sehe....
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