Samstag, 17. August 2019 - Richtungswechsel

Ihr habt richtig gesehen: Der Name und das Design meines Blogs haben sich verändert. Mit meinem Wegzug aus Dubai habe ich auf meinem Lebensweg eine neue Abzweigung genommen.

Nach meiner Rückkehr in die Schweiz am 14. Juli war ich zunächst ein wenig ratlos. Ich wusste, dass ich gerne in die USA möchte, wo mein Freund eine Stelle gefunden hatte. Zunächst sah es aber nicht aus, als wäre das so einfach.

Und dann ging alles doch ganz schnell. Bewerbung an einer deutschsprachigen Schule in Menlo Park bei San Francisco, Kalifornien. Bewerbungsgespräche, Verhandlungen und dann wurde auch schon das Visum beantragt. Und nun fliege ich am 23. August nach San Francisco und beginne wenige Tage später meine neue Stelle.

Ich habe darauf schon viele Reaktionen bekommen:
Wow! Unglaublich! So cool! Das isch aber schnell gange! Ui, stressig! Was, scho wider weg?

Und ich kann mich mit all diesen Reaktionen identifizieren. Unglaublich, eine riesige Erleichterung, dass das so kurzfristig geklappt hat. Und für mich auch ein Zeichen, dass es so sein soll. Auf der anderen Seite fühle ich aber auch immer mehr den Stress, den Abschiedsschmerz. Die Angst vor dem Ungewissen, vor dem Risiko. Das war beim ersten Wegzug nicht so.

Vor zwei Jahren, als ich nach Dubai bin, haben das Positive und die Aufregung vorgeherrscht. Ich wollte möglichst viel Neues kennenlernen, die Schweiz mal hinter mir lassen. Jetzt ist die Situation anders. Ich denke zu wissen, dass ich, wenn ich diese Abzweigung nehme, wahrscheinlich nicht mehr so richtig in die Schweiz zurückkehren werde. Also natürlich weiterhin für Ferien und Besuche. Aber ich stelle mich darauf ein, dass ich wohl immer mehr zum Tourist im eigenen Land werde.

Natürlich ist nichts ausgeschlossen und das Leben geht oft unglaubliche und unvorhersehbare Wege. Und nach Europa zurück möchte ich in ein paar Jahren auf jeden Fall. Trotzdem fühlt sich das Ganze wie ein grosser Abschied an.

Und dieses Mal ist es mir wichtiger als zuvor, das Bekannte mitzunehmen, damit ich die "Swissness" auch in der Ferne spüre. Ein paar Schweizer Produkte müssen unbedingt mit! Hoffentlich kann ich dort dann einen Racletteofen kaufen! Funktioniert dort wohl die zdf-Mediathek? Wie kann ich, was Schweizer Nachrichten betrifft, auf dem Laufenden bleiben?


Ja, liebe Freunde, ich kann es nicht leugnen: Das Fortgehen macht mich traurig. Dennoch weiss ich, dass es toll wird. Dass alles halb so schlimm ist, wenn man sich dort mal eingelebt hat. Wenn man sich etwas aufbaut am neuen Ort. Und ich bin ja zum Glück nicht allein; Neo kommt anfangs September nach.

Ausserdem weiss ich, dass ich jederzeit in die Schweiz kommen kann. Weder meine finanzielle Lage, noch die politische Situation halten mich davon ab, meine Heimat zu besuchen. Und auch meine Familie empfängt mich mit offenen Armen. Mir ist bewusst, dass nicht alle Menschen, die im Ausland leben, diese Option haben.

Deshalb bin ich dankbar, dass ich ein so tolles Leben führen darf und mir alle Wege offen stehen.




Kommentare

  1. Na, dann, einen guten Start mit Deinen Schülern! Bisch eifach e tolli Frau!

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    1. Danke Vroni - das Kompliment kann ich nur zurückgeben! Bis jetzt läuft übrigens alles gut hier. Natürlich ists ein wenig stressig - aber ich bin sehr positiv, dass das bald vorbei geht. :-)

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