Seit meinem letzten Eintrag ist schon wieder mehr Zeit vergangen, als ich eigentlich wollte. Aber wie das halt so ist: Nach den langen Ferien beginnt der Alltag wieder, man muss sich zunächst zurechtfinden und kommt dann wieder in die altbekannte Routine.
Zum Glück war der Start ins neue Schuljahr dieses Mal nicht ganz so turbulent wie letztes Jahr. Das gleiche Klassenteam, die gleichen SchülerInnen und man kennt das System schon - das hat vieles sehr erleichtert. Und dennoch ist einiges noch nicht ganz klar und ich merke, dass die Arbeitsbelastung im Moment noch höher ist, als wenn man mitten im Schuljahr steckt.
Nach dem Stress der ersten beiden Schulwochen war es deshalb schön, die letzten drei Tage ein verlängertes Wochenende zu haben. Grund dafür ist das islamische Neujahr: Wir haben nun nicht mehr das Jahr 1439, sondern sind im Jahr 1440 angelangt. Wie diese Zeitrechnung genau funktioniert, habe ich ja bereits letztes Jahr in einem Blogeintrag erklärt. Deshalb möchte ich den heutigen Eintrag lieber einem anderen Thema widmen: Abu Dhabi.
Am Freitag von einer Woche war ich nämlich bereits zum zweiten Mal in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Beide Mal war ich mit Besuch dort - Ende März mit meinen Eltern und letztes Wochenende mit lieben Freunden aus der Kirchgemeinde Münchenstein. Es war für mich sehr speziell, Heidrun und David hier zu haben; sie waren ausser meinen Eltern die ersten Besucher, die speziell wegen mir aus der Schweiz hierher gekommen sind. Ich habe es genossen, Zeit mit den beiden zu verbringen und möchte an dieser Stelle ein bisschen Werbung machen: Falls jemand Interesse hat, mich zu besuchen, bitte nicht zögern! Ich freue mich darüber, wenn ich Leuten meinen momentanen Wohnort zeigen kann. Natürlich musste ich arbeiten, während Heidrun und David da waren, aber das war nicht schlimm, da man ja auch abends oder am Wochenende gemeinsam etwas unternehmen kann. Und: Besuch bringt mich dazu, aktiver zu sein, als ich es sonst bin. Das ist super. :-)
Um noch ein bisschen mehr Werbung zu machen, möchte ich nun ein wenig über Abu Dhabi erzählen. Diese Stadt ist wirklich sehr sehenswert!
Mit meinen Eltern bin wir mit dem Mietauto nach Abu Dhabi gefahren. Heidrun und David wollten ganz europäisch den Bus nehmen. Grundsätzlich kann ich sagen, dass beide Varianten okay sind. Ist man mit dem Bus unterwegs, muss man sich nie um ein Parking kümmern und umgeht auch den Stress des Autofahrens in den VAE. Es ist relativ einfach, den Bus zu nehmen (vorausgesetzt, man findet den Weg zur Haupthaltestelle, ehem). Allerdings dauert es deutlich länger, bis man in Abu Dhabi ankommt, als wenn man ein eigenes Auto hat. Ausserdem waren wir die einzigen Europäer in dem Bus. Nicht, dass das schlimm wäre. Ich finde es nur immer wieder spannend, wie man in allen Facetten des täglichen Lebens hier die verschiedenen Gesellschaftsschichten herausspürt: Wer sich ein Mietauto leisten kann, fährt bestimmt nicht mit dem Bus herum. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz und ich fühle mich immer ein wenig fremd, wenn ich, total schweizerisch, dagegen verstosse. ;-)
Abu Dhabi ist an sich kleiner als Dubai. Alles ist eine Nummer kleiner. Okay, nicht ganz alles. Die Sehenswürdigkeiten sind gemäss VAE-Manier eher gross.
Da wäre einmal der Louvre Abu Dhabi. Das ist ein Kunstmuseum, das im November 2017 eröffnet wurde. Darin werden verschiedene Kunstgegenstände aus verschiedenen Epochen und von unterschiedlichen Orten ausgestellt. Die Ausstellung an sich fand ich nicht so der Hit, als ich mit meinen Eltern da war. Für mich als Laie sieht es aus, als hätte man einfach möglichst viele möglichst teure Kunstgegenstände gekauft resp. sich diese geliehen und diese grob nach Zeitalter sortiert ausgestellt. Aber das Gebäude an sich ist auf jeden Fall einen Besuch wert, da architektonisch wirklich beeindruckend.
Dann gibt es noch verschiedene Vergnügungsparks. Mit Heidrun und David war ich in Ferrari World, einem Indoor Freizeitpark mit Achterbahnen und Familienspass rund um Ferraris. Der Park war lustig, obwohl ich mich selbst nicht auf die Achterbahnen traue und auch kein ausgesprochener Ferrari-Fan bin. Es hat doch ein paar coole Dinge, die man machen kann. Und wenn man eine tolle Truppe ist, wird es garantiert witzig. ;-)
Und schlussendlich ist da noch die Sheikh Zayed Grand Mosque. Jedem Tourist würde ich den Besuch dieser Moschee empfehlen. Das Bauwerk ist einfach unglaublich schön. Der Eintritt ist kostenlos, man erhält, sofern man das nicht sowieso schon an- oder dabeihat, passende Kleider am Eingang und dieses Mal hatten wir sogar noch eine kostenlose Führung mit einem Einheimischen, der uns viele beeindruckende Informationen über die Dimensionen der Moschee gegeben hat. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt abends hingehen, wenn die Sonne untergeht. Dann sieht die Moschee aus wie aus Tausend und einer Nacht.
Zum Abschuss jetzt noch ein paar Fotos (leider habe ich keine brauchbaren von Ferrari World gemacht...):
| Der Innenhof des Louvre Abu Dhabi |
| Die Sheikh Zayed Grand Mosque am Nachmittag... |
| ...und... |
| ...am Abend. |
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| Übrigens: In der ganzen Moschee gibt es über 1000 solche Säulen! |

Das mit dem Besuch besprech ich gleich mit Robi....
AntwortenLöschenSuper!!
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