Letzten Mittwochabend, dem 16. Mai, hat der bei den Muslimen heilige Monat Ramadan begonnen. In diesem Eintrag möchte ich euch gerne ein paar grundsätzliche Informationen über den Ramadan geben und euch erzählen, welche Auswirkung das Fasten auf unser tägliches Leben hier hat. In einem nächsten Eintrag berichte ich dann gerne von meinen eigenen Erfahrungen mit dem Fasten. ;-)
Was ist Ramadan?
Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime. Während dieses Monats fasten Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Sie glauben, dass in diesem Monat der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed (PBUH) den Qur'an offenbart hat.
Neben Essen und Trinken verzichten Muslime während des Ramadans tagsüber auch auf andere Dinge wie das Rauchen oder Geschlechtsverkehr. Ausserdem werden keine Instrumente gespielt. Alte Leute, Kinder, Leute auf Reisen, Schwangere und Frauen, welche ihre Periode haben, müssen nicht fasten.
Das Fasten gilt als eine der 5 Säulen des Islams. Während des Ramadan soll ein Muslim versuchen, die beste Version von sich selbst zu sein. Mit dem Fasten macht man sich bewusst, was man alles mit einem starken Willen erreichen kann. Ausserdem soll es einem vor Augen führen, wie gut es einem geht und was für ein Privileg es ist, täglich genügend zu essen und zu trinken zu haben. Während des Ramadan wird deshalb auch vermehrt gespendet und es gibt verschiedenen Initiativen, um den weniger Privilegierten zu helfen.
Der Ramadan wird mit dem Eid Al-Fitr beendet, dem zweithöchsten muslimischen Feiertag nach dem Opferfest Eid Al-Adha.
Wann ist Ramadan?
Wie ich auch bereits in einem älteren Eintrag erwähnt habe, richten sich die muslimischen Monate und somit auch die Feiertage nach dem Mondkalender. Deshalb verschieben sich die Monate im Vergleich zum gregorianischen Kalender innerhalb des Jahres. Das hat zur Folge, dass der Ramadan nicht jedes Jahr zur gleichen Zeit stattfindet, sondern sich Jahr für Jahr etwa 10 Tage nach vorne verschiebt.
Wann genau das Fasten beginnt, erfährt man erst am Tag vorher. Wird die neue Mondsichel gesehen, bedeutet dass, dass der letzte Tag des alten Monats endet und Ramadan beginnt. Am Tag darauf beginnt das Fasten. Ganz konkret heisst das, dass man während drei Tagen andauernd im Internet nachschaut, ob nun das offizielle Mondsichtungskommittee in Saudi Arabien die Mondsichel bereits gesehen hat und sich die VAE entschieden haben, wann das Fasten beginnt. Denn auch für uns Nichtmuslime hat das Fasten einen Einfluss auf das alltägliche Leben.
Welchen Einfluss auf das tägliche Leben hat der Ramadan in den VAE?
Der grundlegendste Unterschied ist, dass die Arbeitsstunden während des Ramadan kürzer sind. Das soll das Fasten einfacher machen. Während des Ramadans haben wir einen anderen Stundenplan:
Schülern ist es erlaubt, 5 Stunden Unterricht zu haben. Deshalb sind unsere Schulzeiten während dieses Monats anstatt von 8.15 Uhr bis 15.45 Uhr nur noch von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr (inklusive einer Stunde Pause). Wir Lehrpersonen dürfen offiziell von 8.15 Uhr bis 14.15 Uhr arbeiten.
Aus Rücksicht auf fastende Schülerinnen und Schüler wird während des Ramadan in den Pausen nicht draussen gegessen und getrunken. Kinder, welche nicht fasten, bleiben zu Beginn der Znünipause im Zimmer und essen dort, danach dürfen sie auf den Spielplatz zu den fastenden Kindern. Getrunken wird während der Unterrichtszeit dann wiederum auf dem Gang, aus Respekt den fastenden Mitschülerinnen und Mitschülern im Zimmer gegenüber.
In der Mittagspause gehen die Kinder, welche nicht fasten, in die Kantine. Fastende Kinder verbringen die Pause in der Turnhalle. Die Mittagspause ist nur noch 30 Minuten lang, um das Ganze für die fastenden Kinder erträglicher zu machen.
Auch ausserhalb der Schule gibt es einiges, woran man sich halten soll und das während dieses Monats anders ist:
Wie ich von mehreren Leuten gehört habe, wurden die Restriktionen während des Ramadan in den letzten 10 Jahren hier in Dubai stark gelockert. Und ich denke, im Vergleich zu anderen Orten wie Qatar oder Saudi Arabien sind wir hier doch relativ uneingeschränkt. Die meisten Läden haben den ganzen Tag offen und nach Sonnenuntergang wird in den meisten Hotels sogar Alkohol ausgeschenkt, was an anderen Orten oder auch hier noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.
Hier nun noch ein paar Fotos vom letzten Samstag, als ich nach dem Arabischkurs bis zum Sonnenuntergang einen Spaziergang durch die Marina gemacht habe:
Was ist Ramadan?
Der Ramadan ist der Fastenmonat der Muslime. Während dieses Monats fasten Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Sie glauben, dass in diesem Monat der Erzengel Gabriel dem Propheten Mohammed (PBUH) den Qur'an offenbart hat.
Neben Essen und Trinken verzichten Muslime während des Ramadans tagsüber auch auf andere Dinge wie das Rauchen oder Geschlechtsverkehr. Ausserdem werden keine Instrumente gespielt. Alte Leute, Kinder, Leute auf Reisen, Schwangere und Frauen, welche ihre Periode haben, müssen nicht fasten.
Das Fasten gilt als eine der 5 Säulen des Islams. Während des Ramadan soll ein Muslim versuchen, die beste Version von sich selbst zu sein. Mit dem Fasten macht man sich bewusst, was man alles mit einem starken Willen erreichen kann. Ausserdem soll es einem vor Augen führen, wie gut es einem geht und was für ein Privileg es ist, täglich genügend zu essen und zu trinken zu haben. Während des Ramadan wird deshalb auch vermehrt gespendet und es gibt verschiedenen Initiativen, um den weniger Privilegierten zu helfen.
Der Ramadan wird mit dem Eid Al-Fitr beendet, dem zweithöchsten muslimischen Feiertag nach dem Opferfest Eid Al-Adha.
Wann ist Ramadan?
Wie ich auch bereits in einem älteren Eintrag erwähnt habe, richten sich die muslimischen Monate und somit auch die Feiertage nach dem Mondkalender. Deshalb verschieben sich die Monate im Vergleich zum gregorianischen Kalender innerhalb des Jahres. Das hat zur Folge, dass der Ramadan nicht jedes Jahr zur gleichen Zeit stattfindet, sondern sich Jahr für Jahr etwa 10 Tage nach vorne verschiebt.
Wann genau das Fasten beginnt, erfährt man erst am Tag vorher. Wird die neue Mondsichel gesehen, bedeutet dass, dass der letzte Tag des alten Monats endet und Ramadan beginnt. Am Tag darauf beginnt das Fasten. Ganz konkret heisst das, dass man während drei Tagen andauernd im Internet nachschaut, ob nun das offizielle Mondsichtungskommittee in Saudi Arabien die Mondsichel bereits gesehen hat und sich die VAE entschieden haben, wann das Fasten beginnt. Denn auch für uns Nichtmuslime hat das Fasten einen Einfluss auf das alltägliche Leben.
Welchen Einfluss auf das tägliche Leben hat der Ramadan in den VAE?
Der grundlegendste Unterschied ist, dass die Arbeitsstunden während des Ramadan kürzer sind. Das soll das Fasten einfacher machen. Während des Ramadans haben wir einen anderen Stundenplan:
Schülern ist es erlaubt, 5 Stunden Unterricht zu haben. Deshalb sind unsere Schulzeiten während dieses Monats anstatt von 8.15 Uhr bis 15.45 Uhr nur noch von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr (inklusive einer Stunde Pause). Wir Lehrpersonen dürfen offiziell von 8.15 Uhr bis 14.15 Uhr arbeiten.
Aus Rücksicht auf fastende Schülerinnen und Schüler wird während des Ramadan in den Pausen nicht draussen gegessen und getrunken. Kinder, welche nicht fasten, bleiben zu Beginn der Znünipause im Zimmer und essen dort, danach dürfen sie auf den Spielplatz zu den fastenden Kindern. Getrunken wird während der Unterrichtszeit dann wiederum auf dem Gang, aus Respekt den fastenden Mitschülerinnen und Mitschülern im Zimmer gegenüber.
In der Mittagspause gehen die Kinder, welche nicht fasten, in die Kantine. Fastende Kinder verbringen die Pause in der Turnhalle. Die Mittagspause ist nur noch 30 Minuten lang, um das Ganze für die fastenden Kinder erträglicher zu machen.
Auch ausserhalb der Schule gibt es einiges, woran man sich halten soll und das während dieses Monats anders ist:
- In der Öffentlichkeit darf nicht gegessen, getrunken oder Kaugummi gekaut werden.
- Die meisten Restaurants haben tagsüber geschlossen. Man kann sich zwar Essen nach Hause liefern lassen, vor Ort essen geht vor Sonnenuntergang aber nicht.
- Bereiche, in denen gegessen wird (z.B. unser Lehrerzimmer oder die Cafeteria), werden mit Stellwänden und Plakaten abgetrennt, sodass man die Leute nicht beim Essen sehen kann.
- Es gibt mehr Autounfälle und der Verkehr nach Sonnenuntergang ist teilweise enorm.
- Malls haben länger geöffnet, da das Leben während des Ramadan zu einem grossen Teil nachts stattfindet.
Wie ich von mehreren Leuten gehört habe, wurden die Restriktionen während des Ramadan in den letzten 10 Jahren hier in Dubai stark gelockert. Und ich denke, im Vergleich zu anderen Orten wie Qatar oder Saudi Arabien sind wir hier doch relativ uneingeschränkt. Die meisten Läden haben den ganzen Tag offen und nach Sonnenuntergang wird in den meisten Hotels sogar Alkohol ausgeschenkt, was an anderen Orten oder auch hier noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre.
Hier nun noch ein paar Fotos vom letzten Samstag, als ich nach dem Arabischkurs bis zum Sonnenuntergang einen Spaziergang durch die Marina gemacht habe:
| Die kleine Cafeteria im World Trade Centre, wo ich meinen Arabischkurs mache, wurde mit Stellwänden abgetrennt. |
| In der Marina: Die Stellwände erklären in Englisch und in Arabisch, dass das Restaurant während des Ramadan tagsüber geschlossen bleibt. |
| In der Marina: Viele Restaurants haben spezielle Iftar-Angebote während des Ramadan. Iftar heisst die Mahlzeit, mit welcher das Fasten gebrochen wird. |
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