Viel später als eigentlich geplant melde ich mich nun endlich wiedermal zu Wort. Die letzten Tage vor meiner Abreise hatte ich eigentlich vor, noch einmal einen Eintrag zu verfassen. Aber wie das so ist... es kam einiges dazwischen und plötzlich war ich bereits auf dem Weg zum Flughafen. Hier nun deshalb ein kleiner Rückblick:
In der Woche vor meiner Abreise durfte ich mich noch einmal mit ein paar lieben Leuten treffen und viele gute Gespräche führen. Besonders geschätzt habe ich die Zeit, die ich mit meinen Grosseltern verbringen konnte.
Der Abschied von meinem Grossvater mütterlicherseits fiel mir dabei extrem schwer, da er, wie einige bereits wissen, in den letzten Wochen nicht mehr sehr gut auf den Beinen war. Umso intensiver habe ich die letzten Tage mit ihm erlebt, in denen wir viel miteinander geredet und alte Fotos angeschaut haben. Immer wieder ging mir dabei durch den Kopf, wie viel doch in so einem Leben Platz hat... Ich bin erst 25 Jahre alt und habe manchmal den Eindruck, dass ich schon so viel erlebt habe. Wie muss es da meinem Grossvater mit seinen bald 82 Jahren gehen? Und was werde ich wohl noch alles erleben dürfen in den nächsten Jahren?
Am Tag der Abreise, dem 1. August, war ich dann auch noch einmal bei meiner Grossmutter zu Besuch. Wir haben gemeinsam etwas getrunken und anschliessend das Grab meines Grossvaters väterlicherseits besucht. Es war schön, noch einmal all die vertrauten Orte zu sehen. Dabei erinnerte ich mich an etwas, was eine Kollegin vor einiger Zeit zu mir gesagt hatte: "Ich könnte nie weggehen. Es wäre für mich das Schlimmste, mir vorzustellen, von all dem Vertrauten wegzumüssen!" Damals hatte ich diese Aussage nicht nachvollziehen können. Jetzt, so kurz vor der Abreise, wurde mir jedoch klar, was sie damit gemeint hatte. Ich fragte meine Grossmutter: "Wie kann jemand freiwillig von allem Bekannten und Geliebten weggehen?" Da sagte meine Grossmutter, Jahrgang 1935 und selbst nie weit gereist, wie selbstverständlich: "Weisst du, das hat etwas mit Bildung zu tun. Wenn man mal weg war, fremde Kulturen kennenlernt und weiss, wie das Leben an einem anderen Ort ist, lernt man dabei so vieles für das eigene Leben!" Das beruhigte mich irgendwie.
Nun bin ich bereits den fünften Tag hier in Dubai, im Unbekannten, weit weg von allem Geliebten. Wobei das nicht ganz stimmt. Ich musste nämlich nicht ganz alleine reisen, sondern habe meine Mutter kurzerhand für die ersten Tage in der fremden neuen Heimat mitgenommen. ;-) Darüber war ich bereits mehr als einmal froh.
Wir sind gut gereist, pünktlich angekommen und der Transfer zu meiner neuen Wohnung hat auch gut geklappt. Wir haben uns mit dem Mietauto schon gefühlte 100 mal verfahren, da hier extrem viel gebaut wird und deshalb ständig irgendwelche Strassen gesperrt sind. Wir sind auf der Suche nach Geschirr und Bettzeug in der IKEA umhergeirrt. Wir haben uns in den viel zu grossen Malls die Füsse wund gelaufen. Doch langsam kann man sagen, dass die Wohnung mehr oder weniger eingerichtet ist und wir uns einigermassen orientieren können. Und seit heute habe ich nun sogar WLAN in meiner Wohnung, was ein weiterer Meilenstein ist.
So viel für den Moment. Ich melde mich in Kürze wieder mit detaillierten Neuigkeiten über meine Ankunft hier. Bis bald! :-)
In der Woche vor meiner Abreise durfte ich mich noch einmal mit ein paar lieben Leuten treffen und viele gute Gespräche führen. Besonders geschätzt habe ich die Zeit, die ich mit meinen Grosseltern verbringen konnte.
Der Abschied von meinem Grossvater mütterlicherseits fiel mir dabei extrem schwer, da er, wie einige bereits wissen, in den letzten Wochen nicht mehr sehr gut auf den Beinen war. Umso intensiver habe ich die letzten Tage mit ihm erlebt, in denen wir viel miteinander geredet und alte Fotos angeschaut haben. Immer wieder ging mir dabei durch den Kopf, wie viel doch in so einem Leben Platz hat... Ich bin erst 25 Jahre alt und habe manchmal den Eindruck, dass ich schon so viel erlebt habe. Wie muss es da meinem Grossvater mit seinen bald 82 Jahren gehen? Und was werde ich wohl noch alles erleben dürfen in den nächsten Jahren?
Am Tag der Abreise, dem 1. August, war ich dann auch noch einmal bei meiner Grossmutter zu Besuch. Wir haben gemeinsam etwas getrunken und anschliessend das Grab meines Grossvaters väterlicherseits besucht. Es war schön, noch einmal all die vertrauten Orte zu sehen. Dabei erinnerte ich mich an etwas, was eine Kollegin vor einiger Zeit zu mir gesagt hatte: "Ich könnte nie weggehen. Es wäre für mich das Schlimmste, mir vorzustellen, von all dem Vertrauten wegzumüssen!" Damals hatte ich diese Aussage nicht nachvollziehen können. Jetzt, so kurz vor der Abreise, wurde mir jedoch klar, was sie damit gemeint hatte. Ich fragte meine Grossmutter: "Wie kann jemand freiwillig von allem Bekannten und Geliebten weggehen?" Da sagte meine Grossmutter, Jahrgang 1935 und selbst nie weit gereist, wie selbstverständlich: "Weisst du, das hat etwas mit Bildung zu tun. Wenn man mal weg war, fremde Kulturen kennenlernt und weiss, wie das Leben an einem anderen Ort ist, lernt man dabei so vieles für das eigene Leben!" Das beruhigte mich irgendwie.
Nun bin ich bereits den fünften Tag hier in Dubai, im Unbekannten, weit weg von allem Geliebten. Wobei das nicht ganz stimmt. Ich musste nämlich nicht ganz alleine reisen, sondern habe meine Mutter kurzerhand für die ersten Tage in der fremden neuen Heimat mitgenommen. ;-) Darüber war ich bereits mehr als einmal froh.
Wir sind gut gereist, pünktlich angekommen und der Transfer zu meiner neuen Wohnung hat auch gut geklappt. Wir haben uns mit dem Mietauto schon gefühlte 100 mal verfahren, da hier extrem viel gebaut wird und deshalb ständig irgendwelche Strassen gesperrt sind. Wir sind auf der Suche nach Geschirr und Bettzeug in der IKEA umhergeirrt. Wir haben uns in den viel zu grossen Malls die Füsse wund gelaufen. Doch langsam kann man sagen, dass die Wohnung mehr oder weniger eingerichtet ist und wir uns einigermassen orientieren können. Und seit heute habe ich nun sogar WLAN in meiner Wohnung, was ein weiterer Meilenstein ist.
So viel für den Moment. Ich melde mich in Kürze wieder mit detaillierten Neuigkeiten über meine Ankunft hier. Bis bald! :-)
Super Du Mutige! Freue mich auf Deine Berichte. Be blessed!
AntwortenLöschenDanke Vroni! Richte doch bitte liebe Grüsse aus an David und Robi. :-)
LöschenDieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
AntwortenLöschen